
Rund 50 Anwohner folgten am Montag der Einladung der IG Wasaplatz zum ersten Bürgerforum.
Mittwoch, 31. März 2010 (Sächsische Zeitung) von Monika Dänhardt
Das alte Strehlen mit seinem Zentrum Wasaplatz ist ein Stiefkind von Dresdens Stadtentwicklern. Jedenfalls empfinden dies viele Anwohner so. Deshalb war für sie am Montag beim ersten Bürgerforum der IG Wasaplatz eine wichtige Information, dass noch in diesem Jahr ein Rahmenplan für die Gestaltung Strehlens von der Stadt erarbeitet wird. Dabei geht es vor allem um die gestalterische Einbeziehung von Brachen und Baulücken in das Gesamtkonzept für die Stadtteilentwicklung. In die Vorbereitung sollen die Anwohner einbezogen werden.
Rund 50 Strehlner waren der Einladung des Vereins IG Wasaplatz gefolgt und hatten ihre Probleme ausgesprochen. Jörg Lämmerhirt, amtierender Ortsamstleiter von Prohlis, nannte den Verein einen wichtigen Ansprechpartner für die Bürger, auch im Hinblick auf die Wünsche für den Rahmenplan. Hauptproblem aber bleibt die verkehrstechnische Lösung für den Wasaplatz. Auch sie muss in das Gesamtkonzept einfließen. „Noch haben wir keine Lösung für die Verkopplung von Bus und Bahn“, sagte Andreas Hoppe, Leiter der Verkehrsplanung der DVB. „Zurzeit steht uns eine Haltestellenlänge von 45 Metern zur Verfügung. Das ist zu wenig.“ Seitens der DVB gäbe es verschieden Vorschläge, doch hätte sich die Stadt noch nicht geäußert. „So lange es keine grundlegende Umgestaltung des Bereichs gibt, bleibt uns nur die Reparatur von Straßen wie der Wasastraße.“
Die Forumsgäste waren sich einig, dass bis dahin Strehlen nur in kleinen Schritten verändert werden kann. Einiges ist dank des Engagements der Mitglieder der IG Wasaplatz schon geschehen. Noch einmal aber wurde auf die Wichtigkeit einer öffentlichen Toilette hingewiesen, die eben noch fehlt. „Wir werden an diesem Thema dranbleiben“, versprach der stellvertretende Vorsitzende des Vereins IG Wasaplatz, Gerd Volprich. Sein Verein fand durch das Bürgerforum neue Verbündete: die Mitglieder des Vereins Altes Strehlen wollen wieder aktiv werden.

Mittwoch, 11. März 2009
(Sächsische Zeitung) von Vera Kliemann
Der Gebäudekomplex in der Kleinlugaer Straße 25 soll rekonstruiert werden. Auch zusätzliche Räume für den Unterricht sind geplant.
Die 90. Grundschule, Kleinlugaer Straße 25, soll saniert werden. Es ist geplant, das Gebäude als zweizügige Schule auszubauen. Zusätzlich zwei Gruppenräume pro Klassenstufe soll es künftig für den Hort geben. Diese Räume sind mit jeweils 55 Quadratmetern vorgesehen. Einen neuen Hortleiterraum von rund 40 Quadratmetern soll es ebenfalls geben.
Der wichtigste Teil des Baus ist eine Einfeld-Sporthalle. Dies war von der Stadtverwaltung zu erfahren. Wann die Arbeiten beginnen, konnte noch nicht mitgeteilt werden. „Vor allem über die neue Sporthalle freuen wir uns“, sagt Schulleiter Jörg Zanger. Gegenwärtig werde in einem Klassenzimmer Sportunterricht erteilt. Weil der Raum so klein ist, müssten die Klassen geteilt werden. Einen extra Speiseraum gäbe es in der Schule ebenfalls nicht. Auch dafür wird ein Unterrichtszimmer genutzt. „Eine Klasse wird im Moment im Keller unterrichtet, weil der Platz im Haus nicht ausreicht“, sagt Jörg Zanger. Förderunterricht erhalten Kinder an Tischen, die im Gang des Hauses aufgestellt sind.
Die gegenwärtig rund 180 Schüler und Schülerinnen der 90. Grundschule kommen auch aus der weiteren Umgebung, aus Nickern, Lockwitz und Niedersedlitz.

Mittwoch, 11. März 2009
(Sächsische Zeitung)
Prohlis
Neun Fototafeln an für die Geschichte von Prohlis wichtigen Punkten sollen im Stadtteil aufgestellt werden. Sie markieren Stationen von Stadtteilführungen, die hier angeboten werden. In diesen Tagen wird über die Standorte der Tafeln entschieden, sagt Sonja Alisch vom Quartiersmanagement. Führungen durch den Stadtteil sind schon jetzt im Stadtteilbüro zu bestellen, 2727216. (SZ)

Neuer Dresdner Mietspiegel
Sechste Ausgabe ab 1. Februar 2008 erhältlich
Der Mietspiegel ist eine Übersicht über die in Dresden üblicherweise gezahlten Mieten, die in den letzten vier Jahren vereinbart oder geändert worden sind. Er wurde von den Interessenvertretungen der Vermieter und Mieter gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden erstellt und anerkannt. Wissenschaftlich begleitete die Arbeit der Lehrstuhl für allgemeine Wirtschafts- und Sozialgeographie der TU Dresden. Der Mietspiegel hat sich als zuverlässiges Instrument zur Feststellung der ortsüblichen Vergleichsmiete am Wohnungsmarkt bewährt und hat zur Rechtssicherheit beigetragen.
Die nunmehr sechste Ausgabe des Dresdner Mietspiegels ist ab 1. Februar erhältlich. Die Broschüre kann gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro ab Freitag, 1. Februar 2008 im Sozialamt (Kasse) auf der Junghansstraße 2 erworben werden. Ab dem 6. Februar ist er auch im Rathaus auf dem Dr.-Külz-Ring 19 (Kasse) und in den Ortsämtern und Bürgerbüros erhältlich. Der Mieterverein Dresden und Umgebung e. V. bietet den Mietspiegel in seiner Geschäftsstelle auf der Schäferstraße 42/44 an.
Der Mietspiegel unterscheidet fünf Ausstattungsklassen. Sie sind untergliedert nach dem Vorhandensein der Ausstattungsmerkmale: zeitgemäße Heizung, zeitgemäßes Bad, zeitgemäße Fenster, Außenwandwärmedämmung und zeitgemäße Elektroinstallation. Ausstattungsklasse eins ist die Niedrigste. Die ortsübliche Vergleichsmiete wird gebildet aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage vereinbart worden ist.
Im Beobachtungszeitraum von zwei Jahren sind die Mieten im Durchschnitt um insgesamt 5,47 Prozent gestiegen. Über alle Ausstattungsklassen und Wohnungsgrößen betrachtet entspricht dies einem durchschnittlichen Mietpreisanstieg von 0,26 Euro pro Quadratmeter. Die Mietpreise haben sich jedoch differenziert entwickelt. Waren bei früheren Untersuchungen Wohnungsausstattung und Baualter vordergründig, so entscheidet heute zunehmend die Wohnlage über den Mietpreis. In der durch die Diskussion um angemessene Unterkunftskosten für SGB II und SGB XII Leistungsempfänger im Fokus stehende Baualtersklasse 1946 bis 1990 und damit den nach Wohnungsanzahl und Nachfrage wichtigstem Segment beträgt der Mittelwert 4,30 Quadratmeter (2006: 4,35 EUR/m²). Die nach wie vor gültige Angemessenregelungen für die Kosten der Unterkunft gestatten damit auch weiterhin eine sozialraumorientierte Wohnungssuche.
Für Altbauwohnungen aus der Gründerzeit und Wohnungen bis 50 Quadratmeter sind hingegen die Mietpreise fast durchgängig angestiegen. Eine steigende Tendenz gibt es auch bei Mieten im teilsanierten und unsanierten Wohnungsbestand.
Der vorliegende qualifizierte Mietspiegel 2008 ist ein Anpassungsmietspiegel zu dem von 2006. Es wurden nur die Mietpreise aktualisiert. Nach vier Jahren (2010) ist der Mietspiegel neu zu erstellen, um den Status eines qualifizierten Mietspiegels zu erhalten.

Vertreter von zwölf Treffs und Vereinen sind am 14. Juni in die Spreewalder Straße eingeladen.
(Artikel von Vera Kliemann in der Sächsischen Zeitung vom 13.6.)
Die erste Prohliser Ehrenamtsmeile soll am kommenden Sonnabend, 15 bis 17 Uhr, auf der Freifläche in der Spreewalder Straße 1 stattfinden. Vertreter von zwölf Initiativen, Vereinen und Treffs werden daran teilnehmen. „Es soll vor allem ein Dank an diejenigen sein, die Woche für Woche ehrenamtlich im Stadtteil unterwegs sind“, sagt Hannelore Schliebe vom Mietertreff Kleeblatt.
Über 200 Ehrenamtliche gibt es in Prohlis. Die Initiative für die Meile ging von engagierten Frauen und Männern des Mietertreffs Kleeblatt am Jacob-Winter-Platz 1 aus. Der Treff ist ein Projekt der Bürgerinitiative Prohlis und wird durch LOS-Mittel finanziert (Lokales Kapital für soziale Zwecke). „Dieses Projekt soll am 30.Juni dieses Jahres auslaufen“, sagt Hannelore Schliebe, Ansprechpartnerin für das LOS-Projekt. „Wir wollen aber unbedingt, dass es den Treff weiter gibt, er wird dringend gebraucht.“
Veronika Gräßler, eine, die ebenfalls ehrenamtlich im Kleeblatt tätig ist, bereitet jeden Donnerstag für Bedürftige ein Menü zu 50 Cent zu. „Die Zutaten kommen von der Dresdner Tafel. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Veronika Gräßler.
Auch drei Computer gibt es in der Dreiraum-Wohnung des Treffs. Hier will das Kleeblatt-Team ab 1.Juli Hilfe bei der Korrespondenz mit der Gagfah anbieten.
„Es ist wichtig, dass sich die Prohliser Ehrenamtlichen kennen, denn in manchem können wir zusammenarbeiten. Es soll auf keinen Fall Konkurrenz entstehen“, sagt Hannelore Schliebe. Deshalb werden die Vertreter der Vereine und Initiativen am Sonnabend auch keine Flyer ihrer Institutionen verteilen, sondern an der großen Kaffeetafel miteinander reden. Die Wohnungsgenossenschaft Glückauf Süd gestattet den Veranstaltern, ihr Gelände für die Ehrenamtsmeile zu nutzen.
Mittwoch, 11. März 2009
(Sächsische Zeitung)
Von Von Sabine Bachert
Unterwegs im Leserauftrag
Für Kati Mahmoud und ihre Kinder ist das Überqueren der Spitzwegstraße trotz Kreisverkehr und Mittelinsel eine Zitterpartie, weil viele zu schnell sind und nicht blinken. Foto: St. Füssel
An der Kreuzung Wilhelm-Franke-Straße/Spitzwegstraße fahren viele Autofahrer zu schnell in den Kreisverkehr hinein. Außerdem blinken sie nicht beim Verlassen, so wie es der Paragraf 9a der Straßenverkehrsordnung vorsieht“, berichtet Kati Mahmoud, deren Kinder, wie viele andere auf dem Weg zum Kindergarten oder zur Schule, am Kreisverkehr die Spitzwegstraße überqueren müssen. Die Polizei sehe keine Möglichkeit, hier das Verhalten der Autofahrer gezielt zu kontrollieren, so die Reaktion auf eine Nachfrage der jungen Mutti. Besser wäre, die Anwohner brächten ihren Kindern bei, mit dem Überqueren der Straße zu warten, bis sich kein Auto mehr im Kreisverkehr befindet, erklärte man ihr. Kati Mahmoud ist empört: „Das kann ja wohl nicht die Lösung sein. Würden die Autofahrer achtsamer fahren und ordnungsgemäß blinken, könnten die Kinder damit auch umgehen und sicher über die Straße kommen.
Ende der Sechzigerjahre wurde das Thema Kreisverkehr in Deutschland aus der Straßenverkehrsordnung regelrecht verbannt. Konjunktur hatten Lichtsignal geregelte Kreuzungen. Vor acht Jahren erlebte der Kreisverkehr eine Renaissance. Seitdem werden auch in Dresden immer öfter Rufe danach laut. Vor allem dort, wo in Hauptverkehrszeiten Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge an Kreuzungen mit mehreren Zufahrten aufeinandertreffen. Untersuchungen von Universitäten haben gezeigt, Kreisverkehr macht den Verkehr flüssiger und bietet eine größere Verkehrssicherheit, denn für die Einfahrt muss man die Vorfahrt beachten und dazu die Geschwindigkeit stark drosseln.